Gängeviertel – wo wir gerade stehen

Wie mittlerweile durch diverse Medien bekanntgegeben wurde, scheint die Stadt zur Zeit den Rückkauf des Gängeviertels vorzubereiten. Wir begrüßen das, und freuen uns auf die weitere Auseinandersetzung. In unserer Freude haben wir aber nicht übersehen, dass das Abendblatt bereits eine erneute Investorenlösung als wahrscheinlichste Variante in die Diskussion geworfen hat.

Wir machen deutlich… Mit uns keine Investorenlösung! Wir sind die Stadt, und die Stadt ist nicht Klausmartin Kretschmar, Jochen Waitz oder wer auch immer glaubt, für uns sprechen zu müssen.

Es wird also in den kommenden Wochen darum gehen, deutlich zu machen, dass wir uns keinen alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen lassen werden. Dass wir uns freuen, dass die Frage nach der Zukunft des Gängeviertels wieder offen ist, aber dass es uns auch weiterhin darum gehen wird, mehr als „angehört“ zu werden. Was wir aber auch genau wissen, ist, dass ein möglicher Rückkauf des Gängeviertels nicht stattfindet, weil die Stadt uns einfach so toll findet. Einer unserer wichtigsten politischen Erfolge ist schließlich der Fingerzeig auf Widersprüche in ihrer Stadtentwicklungspolitik. Hamburg will sich als Kulturstadt präsentieren und spannt dafür gezielt Kunst und Kultur vor den Karren. Markus Schreiber, Chef des Bezirksamts Mitte, beschreibt städtische Interessen in Hamburg ganz genau: „Wir wollen die Künstler nutzen, um eine Atmosphäre zu schaffen. Die Künstler kommen zuerst, dann wird der Stadtteil aufgewertet. Gentrifiziert. Die sind die Vorhut.“. An dieser Stelle sind wir Schreiber dankbar, das er uns offen sagt, was er mit uns vorhat. Dies ermöglicht uns, zu verstehen, was die Stadt mit uns will und auf welche Tricks wir aufpassen müssen. Dem werden wir unsere Idee von Stadtentwicklung entgegenstellen: Keine Aufwertung in Schreibers Sinne, keine Gentrifizierung, und auch keine Investoreninteresen. Denn gerade der Rückkauf des Gängeviertels zeigt, das der Senat nicht alles gegen die Interessen der Bewohner durchsetzen kann.

Was uns nun bevorsteht, ist eine offene Frage: Mit dem eventuell bevorstehenden Rückkauf des Gängeviertels ist die Frage, was mit den Häusern passiert, nicht beantwortet. Auch wenn eine Räumung inzwischen unwahrscheinlich erscheint, gibt es noch die verschiedensten Entwicklungsmöglichkeiten, was mit uns passieren wird. Wir möchten nachfolgend mal ein paar Eckpunkte benennen, mit denen die Stadt in der nächsten Zeit versuchen könnte, uns zu begegnen.

1.Variante: Die Stadt versucht, mit einem Investor das Gängeviertel zu gestalten.

Das die Stadt diese Variante ins Gespräch bringen wird, ist nicht unwahrscheinlich. Auch wenn Hanzevast draußen ist, heißt das nicht, dass die Stadt nicht etwas Ähnliches in modifizierter Variante von neuem probieren könnte. Bei dieser Variante würde man uns „anhören“, „die Künstler mit einbeziehen“ und dann mit einem anderen Investor als Hanzevast das Gängeviertel gestalten. Hierbei würde die Stadt wahrscheinlich auf einen Investor zurückgreifen, der genau weiß, wie man mit Kreativen und Kulturschaffenden redet, um am Ende den erzeugten Mehrwert abzuräumen. Jemanden, für den Begriffe wie „anhören“, „einbeziehen“ und „soziales Denken“ keine Fremdworte sind, der genau weiß, dass die reale langfristige Entscheidungsmacht, die Besitzfrage und die Zukunft der Wertanlage nachwievor sicher in seinen Händen liegen. Dieses Szenario hat ideologische Unterstützung von dem Ökonom Richard Florida, nach dessen Meinung die Kreativen der wichtigste Motor für das ökonomische Wachstum einer Stadt darstellen und sie deswegen eine Beteiligung verdient hätten. Es ist ein Modell, bei dem die reale Entscheidungsmacht nicht bei uns liegen wird. Man würde so tun, als ob wir mitreden dürften, uns aber im Endeffekt nur ein bisschen tanzen und reden und vielleicht eine Wand noch bunt anmalen lassen, uns die reale Entscheidungsmacht, Gestaltungsmöglichkeiten und die Deutung unseres Bemühen jedoch entziehen – Alles andere als Selbstverwaltung also.

Das Modell, eine politische Stadtteil-Auseinandersetzung um eine Immobilie zu privatisieren, ist interessanterweise nicht neu, sondern es gibt Ähnlichkeiten mit dem Prozess, den die Flora in den letzten 10 Jahren durchgemacht hat: Dort wurde eine interessante Immobilie, die ungeregelt als soziales Zentrum recht gut funktionierte, für verhältnismäßig wenig Geld an Klausmartin Kretschmer verkauft, und zwar unter der Auflage, dort 10 Jahre keine kommerziellen Interessen zu verfolgen . Die Zeit verging schneller als man so dachte (so ist das manchmal im Leben) und die 10 Jahre gehen so langsam ihrem Ende entgegen, heute haben wir genau die Situation, die vorher eigentlich schon alle geahnt haben. Auch Soziale Worte des Investors waren halt nur Worte. Hohle Phrasen, mit denen Kretschmer ein großartige Immobilie billig einkaufen konnte. Eigentlich ging es um Spekulation und Kapitalinteressen, die 10 Jahre sind bald um, und der „soziale“ Kretschmer kündigt an, das Soziale zu stoppen und die Flora auf den Immobilienmarkt werfen zu wollen, deren Wert sich übrigens mittlerweile verfünfzigfacht hat. Die Folge dieses Fehlverhaltens des Senats wird sicherlich in der nächsten Zeit noch für einiges an Stimmung im Schanzenviertel sorgen. All diese Folgen des Versuchs, die Auseinandersetzung mit der Flora zu privatisieren, waren von Beginn an absehbar. Um so unverständlicher ist es, das die Stadt jetzt ähnliche Modelle für das Gängeviertel ins Gespräch bringen will. Genau genommen sind die Modelle, die uns die Stadt vorschlagen würde, wahrscheinlich noch viel schlechter für uns als das Modell Flora, weil absehbar ist, das sich einige Leute aus dem Gängeviertel deutlich mehr in Ihr Handeln reinreden lassen als die Flora das tat.

Anhand des Beispiels Flora wird jedoch auch deutlich, was allen Investoren-Lösungen gemein ist: Es geht dort am Ende immer um Kapitalanlagen und nicht um eine unkommerzielle Gegenkultur. Selbst wenn eine Investorenlösung die Architektur erhalten würde, hätte sie für unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen Folgen, auf die wir uns nicht einlassen können. Eine langfristig selbstverwaltete Struktur wäre genauso unmöglich wie die Chance, Räume einfach mal neu entstehen und sich entwicklen zu lassen, zu sehen was ungeplant passiert, soziales experimentieren zu ermöglichen. Doch genau das benötigt unser Kunstbegriff und unsere Vorstellung von Stadtentwicklung von unten. Für uns ist Kreativität mehr als ein hübscher, verkaufbarer Strich auf einem Blatt Papier.

Investorenlösungen sind immer das Gegenteil von kreativen Möglichkeiten: Sie bedeuten Durchplanung von Architektur, und richten Räume im Endeffekt immer nach Verwertbarkeit aus. Fest steht: Am Ende muss die Rendite stehen. Und selbst, wenn es mit einem Investor noch einzelne angenehme Räume geben würde, liegt es nicht in unserem Interesse, unsere Träume so zu realisieren, dass man sie uns jederzeit wieder wegnehmen kann, dass man uns am Ende doch jederzeit wegschieben kann, wenn wir alles schön aufgewertet haben. Es ist nicht in unserem Interesse, dass wir jemandem anders gehören und einfach nur unsere Funktion erfüllen, die Innenstadt interessanter zu machen. Und die Stadt uns gleichzeitig als soziales Feigenblatt in die Kameras hält. Die nützlichen Idioten werden wir nicht spielen.

2.Variante: Die Stadt räumt uns Stück für Stück und lässt uns ein oder zwei Häuser im Gängeviertel

Diese Strategie ist eigentlich nur eine Variante der gerade beschriebenen. Hier hält der Senat an seiner alten Idee fest, aus dem Gängeviertel möglichst viel Profit zu schlagen. Um eine härtere Auseinandersetzung mit uns zu vermeiden, schiebt er uns im Gängeviertel hin und her, ringt uns dabei mit Hilfe von Geschenken immer mehr Häuser ab, bis wir letztendlich auf ein oder zwei Häuser reduziert sind.

Die Möglichkeit, uns durch kleine Geschenke zu bewegen, hat schon einmal geklappt. Wir haben unsere wichtigsten Räume im Tausch gegen eine kleine Eckkneipe und einen Schickiladen hergegeben. Beim nächsten Mal könnte die Stadt z.B. sagen, das wir wieder aus einem Haus unbedingt rausmüssen („es ist wirklich wichtig und wir haben da keinen Verhandlungsspielraum bla bla“), und uns als Gegenleistung anbieten, 200.000 Euro für die Winterfestmachung der anderen Häuser zur Verfügung zu stellen. Das macht sie zwei drei Mal, und wir fallen jedesmal drauf rein. Am Ende hat uns die Stadt stark reduziert, und könnte Anfangen, den Rest direkt zu „Luxusimmobilien mit künstlerischem Flair“ zu sanieren. Wir hätten (mit schwerem Herzen aber das interessiert hinterher niemanden) zugestimmt und würden uns daher nicht öffentlich beschweren. Diese Mischung aus Salamitaktik und Geschenken hat mit der Selbsträumung von Fabrik und Druckerei ja bereits einmal durchgezogen und die Stadt würde an diese Linie anknüpfen.
Ergebnis wäre dann ein Gängeviertel nach den Vorstellungen der Ökonomen, in das ein paar Künstler einen alternativen Flair hineinspielen. Vielleicht ein Mischung aus Hafencity und Hackeschen Höfen. Raum für eine andere Stadtentwicklung wäre da sicherlich nicht und wir den mal, das wir auf den Verhandlungstrick der Stadt, mit dem wir Druckerei und Fabrik verloren haben, nicht noch ein zweites Mal hereinfallen werden.

3. Variante: Die Stadt realisiert das Gängeviertel mit uns

Die letzte Variante, wie die Stadt mit dem Gängeviertel umgehen könnte, ist die einzige, die der Beginn einer anderen Stadtenwicklungspolitik sein könnte – einer, die die Menschen ernsthaft mit einbezieht. Die Stadt würde das Gängeviertel zurückkaufen und die Gestaltung uns, den Menschen dieser Stadt überlassen.
Als Basis-Konzept würde sie uns unser Genossenschafts-Konzept für die die Zukunft des Gängeviertels anerkennen, und wir würden an dem Konzept weiterdiskutieren, es weiterentwicklen, und umsetzen.
Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber das ist ja auch genau das was wir wollen – einen sich entwickelnden uns sich selbst immer wieder neu schaffenden Ort der künstlerischen und sozialen Auseinandersetzung. Die Stadt würde uns in dieser Variante zusichern, das wir als Initiiave auch langfristig über das Gängeviertel bestimmen. Das würde für uns der Beginn von etwas anderem sein, ein Symbol, das die Stadt gewillt sei, sich auf eine andere Linie mit ihren Bewohnern einzulassen als die Einteilung ihrer Bewohner nach Einkommen und darauf folgende Vertreibung der Ärmeren. Das wir dazu in der Lage wären, deuten unsere eigenen Diskussionen und Konzepte bereits an. Natürlich wäre nicht alles einfach. Wir würden auch Strategien und Konzepte entwickeln müssen, unsere Entwicklung auch langfrisitg demokratisch und offen zu gestalten. Die Gründung einer Genossenschaft, die frei von Verwertungsdruck das Viertel besitzt, würde uns die Möglichkeit geben das Gängeviertel zu einem selbstbestimmten Ort machen und genau das ist der Punkt, warum es die einzige Chance ist, bei der wir nicht von vornherein verloren haben. Sie wäre ein Beispiel für basisdemokratische Stadtpolitik jenseits von Neoliberalen Höchstbieterverfahren: Sie würde deutlich machen, das Menschen von unten etwas erreichen können und das Bewegung sich lohnt.

So, wie sicher deutlich wurde, freuen wir uns über jeden Teilerfolg.
Gleichzeitig ist es uns jedoch wichtig, dass die weitere Entwicklung nach unseren Vorstellungen weitergeht. Eine Investorenlösung schließen wir hiermit ausdrücklich aus. Uns ist weiterhin wichtig, das die Auseinandersetzung ums Gängeviertel weiterhin Teil der Auseinandersetzung für eine andere Stadtentwicklung ist. In diesem Sinne stoßen wir auf den den Teil-Erfolg des Gängeviertels an, und bereiten uns auf die Bambule-Demonstration am 28.11. vor.


16 Antworten auf „Gängeviertel – wo wir gerade stehen“


  1. 1 Sophia 17. November 2009 um 16:06 Uhr

    Es ist hoffentlich wirklich allen Lesern klar, dass diese Website nichts mit der allgemeinen Meinung im Viertel zu tun hat. In diesem Bewusstsein haben die Verfasser auch nicht einmal versucht, sich den Kommunikations-Verantwortlichen im Vierteln darüber mitzuteilen, dass sie sich hier ein Ventil für ihre sehr subjektiven Ansichten suchen würden.

    Schade, dass die Verfasser dabei jedoch nicht die Eier haben, sich namentlich dafür verantwortlich zu zeigen. Vermutlich ist ihnen klar, dass es in der Initiative „Komm in die Gänge“ nicht besonders gut ankommt, hier internes Wissen zur Schau zu stellen und damit alle bisherigen Bemühungen zur Rettung des Viertels zu gefährden.

  2. 2 Administrator 21. November 2009 um 14:38 Uhr

    Die Autoren des Textes verstehen sich mit dem „wir“ als Teil der Initiative „Komm in die Gänge“ und wollen mit dem Text zur Diskussion anregen. Bedauerlicherweise ist das „Wir“ nicht als Meinung der Gesamtinitiative zu verstehen.

  3. 3 Tim 21. November 2009 um 15:49 Uhr

    Das mit dem Rückkauf scheint ja irgendwie nun doch noch nicht besiegelt zu sein. Das die Stadt da so ein unklares Pokerspiel spielt, finde ich sehr schlimm und hoffe, das es da bald mal eine Klarheit in Eurem Sinne gibt.
    @ Sophia: auch wenn ich Eure Internas jetzt nicht kenne, ist es in meinen Augen Hauptaussage des Textes, sich gegen andere Investorenlösungen auszusprechen und für eine tatsächliche Selbsbestimmung einzusetzen.
    Nun würde mich schon mal interessieren, was dem entgegenstehend die von Dir formulierte „allgemeine Meinung“ ist. Wenn sie deutlich anders als die im Text benannte Position ist, fände ich das sehr komisch.

  4. 4 Till 21. November 2009 um 20:34 Uhr

    @Sophia: Auch wenn ich nicht alle Formulierungen 100%ig treffend finde, stehe ich ebenfalls voll hinter dem Inhalt des Textes. Ich finde es absolut legitim, wenn auch andere „Positionen des Gängeviertels“ sich nach außen artikulieren. Die von Dir erwähnte „allgemeine Meinung“ – sofern es diese in der suggerierten monodirektionalen Ausrichtung geben sollte – tut dies doch auf sehr unterschiedliche Weise in Webseiten, Blogs und Presseinterviews genauso, und das ohne ständige Absprache mit den „Kommunikationsverantwortlichen“ (Presseerklärungen ausgenommen). Ich bin der Überzeugung, dass gerade die Diversität und nicht eine auf Linie getrimmte Homogenität die Stärke des Gängeviertels sein sollten.
    Und welche Interna hier ausgegeben würden, die „das Projekt gefährden“ und obendrein öffentlich noch unbekannt wären, ist mir nicht klar.
    Ebenso denke ich, dass die Gruppe unter „wer wir sind“ doch eindeutig als Gruppe und nicht als Gesamt-Gängeviertel wahrnehmbar ist, verstehe deine Kritik diesbezüglich also auch nicht…
    Wie dem auch sei, ich muss sagen ich finde es äußerst notwendig und interessant über die inhaltliche Ausrichtung des Gängeviertels zu diskutieren – und das nicht nur im privaten Hinterzimmer… das Gängeviertel ist ein öffentlicher Ort und sollte deshalb auch von, mit und in einer breiten Öffentlichkeit aufgebaut werden. Unterschiedlichste Positionen sind dafür absolut notwendig, auch damit etwas entsteht, was nicht wieder im x-ten gleichgeschalteten Abklatsch monotoner Hackesche-Höfe-Ästhetiken und der durchdesignten Konzeption nach Wirtschaftlichkeits-Aspekten gipfelt…

  5. 5 Flo 24. November 2009 um 1:14 Uhr

    Hallo blog,

    da diese Plattform zur Diskussion anregen soll aber meines Wissens nach einige Beiträge nicht online sind, frage ich mich ob es u.U. so etwas wie ein Zensur gibt.

    Kreuze an:
    Ja
    Nein
    Vieleicht

    Schöne Grüße,
    flo

  6. 6 Administrator 24. November 2009 um 3:24 Uhr

    @Flo: Wenn Du behaupten möchtest, dass Kommentare geblockt wurden, muss ich Dir widersprechen. Das ist nicht passiert.
    Was Du mit einigen Beiträgen, die nicht online sind, sonst meinen könntest, verstehe ich nicht. Wir haben nichts blockiert und kreuzen daher „nein“ an.
    Also: Was ist Deines Wissens passiert?

  7. 7 flo 24. November 2009 um 13:16 Uhr

    @Administrator: Ich habe ein wenig nachgefragt und kann nun auch „Nein“ ankreuzen. Darüber bin ich sehr froh und und bedanke mich bei diesem Blog. Schön dass es dich es dich gibt!
    Möge dein Weg freudig und voller anregender Diskussionen sein :)
    Bis bald, flo

  8. 8 nick tanner 25. November 2009 um 13:19 Uhr

    Wohn- und Arbeitsraum im Gängeviertel sind sehr begehrt. Folgt man der herrschenden Kapital-markt-logik müßte der das Rennen machen der am meisten bezahlen kann. Will man dieser Logik nicht folgen – welche anderen Vergabekriterien bieten sich an?

    nick tanner

  9. 9 Tim 27. November 2009 um 12:36 Uhr

    @nick:
    ich finde es immer richtig, die Menschen entscheiden zu lassen, und nicht den Markt entscheiden zu lassen:
    Konkret Bezogen auf Stadtpolitik würde ich mir wünschen, dass der Senat Immobilien und Grundstücke nicht mehr nach Höchstgebot verkauft, sondern Konzepte auf ihre sozialen Folgen prüft und Verkaufsentscheidungen davon abhängig macht. Z.B. Gemeinnützige Inititiven immer gegenüber der Wirtschaft vorziehen, auch wenn kein großes Kapital vorhanden ist.
    Dür die innere Struktur des Gängeviertels gilt das natürlich auch. Hier kann man einfach gemeinsam auf einer Vollversammlung oder einem Deligiertenplenum entscheiden, dass welche Nutzungsarten man am liebsten hat.Z.B: öffentliche Räume vor privatisierte Räume, unkommerziellen Ideen immer den Vorrang lassen, sozialkritische Inititiativen vor unpolitischen – all das wären Ideen für Vegabekriterien, die bei solchen Grundsatzentscheidungen herauskommen können.

  10. 10 Flux 01. Dezember 2009 um 16:22 Uhr

    @Tim
    mich würde auch interessieren wie man sich für Räume im Gängeviertel qualifizieren kann, ist das deine Antwort auf die Frage von Nick?
    Hingehen und mitentscheiden?
    Bedeutet das, hier kann niemand sagen wie das läuft und man muss sich selbst darum kümmern oder sich was ausdenken? Kann das jemand aus dem Viertel bitte beantworten?

  11. 11 Flux 02. Dezember 2009 um 16:21 Uhr

    nick,
    anscheinden will uns niemand so richtig antworten in diesem blog. wie kommts? haben die kritiker dieses blogs nun vielleicht recht mit dem was sie hier schreiben, ist das hier nur ein fake und der admin hat mit dem viertel in realität gar nichts zu tun und kann uns gar keine antwort geben?
    frag mich was das hier soll?

  12. 12 Greta 03. Dezember 2009 um 3:19 Uhr

    @Flux:
    ich denke mal das liegt daran dass die Kommentarfunktion für die Diskussion der Artikel da ist und nicht, um Raumanfragen zu stellen.
    Falls Du ein Rauuminteresse hast, kommst Du am besten mal vorbei und redest mit den Leuten.

  13. 13 Flux 03. Dezember 2009 um 10:58 Uhr

    Greta
    Ich dachte das dieser BLog da ist um Inhalte und Positionen des Viertels zu diskutieren, so habe ich das hier verstanden und eines der Hauptanliegen dieser Initiative ist doch angeblich Raum für arme Künstler/innen wie mich bereitzustellen, die dringend Raum benötigen.
    Da kann man doch hier mal Fragen und hier eine Antwort erwarten aber ist wohl zu viel erwartet, man bekommt ja nur umlenkende Antworten hier. Mich würde interessieren warum.

  14. 14 Kev 05. Dezember 2009 um 20:35 Uhr

    @Flux
    Auch wenn es einige gerne so hätten, so ist die Initiaitive komm in die Gänge kein Service-Dienstleister für arme Künstler_innen.
    Komm vorbei und bring dich ein.

  15. 15 nick tanner 06. Dezember 2009 um 20:30 Uhr

    @kev
    es geht nicht um Dienstleistung fuer…, sondern um die Frage wie soll das Viertel organisiert werden. Genossenschaft mit eingeschraenktem Wohneigentum oder so etwas wie ein „leasehold“. Jedenfalls sollte die Nutzung in der einen oder andern Form und nicht der spekulative Besitz im angestrebt werden.

  16. 16 Bailey 10. März 2011 um 16:08 Uhr

    Gaengeviertel welche szenarien sind moeglich.. Dandy :)

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.